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DAB-Umstellung 2010 (Analoger Switch-Off)
Geschrieben am 11. März 2007 4 Kommentare
Für 2010 ist die Abschaltung aller analogen Ausstrahlungen die via Rundfunk gesendet werden geplant. Dies geschieht zugunsten des Digitalen Rundfunks. Die EU möchte, dass allerspätestens 2012 keine analogen Ausstrahlungen mehr gesendet werden. Deutschland hat sich sogar dazu verpflichtet den Analogen “Switch-off” bis 2010 vollzogen zu haben.
Mit der Abschaltung wird natürlich JEDES herkömmliche UKW-Radio mit einem Schlag unbrauchbar.
Es mag sein, dass dies für viele Verbraucher ein finanzielle Belastung ist, sich ein neues digitales Radio anzuschaffen, aber viele Verbraucher kaufen sich auch heute noch neue analoge Radios bei ALDI oder ein Auto mit einem fest eingebauten analogen Radio und geben somit viel Geld für antiquierte analoge technik aus. Viele wissen einfach gar nicht, dass ihre Geräte 2010 nicht mehr funktionieren werden. Daher ist das Kostenargument für mich nicht wirksam. Man müsste vielmehr die Leute Informieren, dass sie sich kein Auto mehr ohne Digital Radio Unterstützung kaufen dürfen.Die Jungs von Z! meinen, dass die Analoge Technik, so einfach und robust sei und man sich heute einfach aus einigen Transistoren ein Analoges Radio basteln könne und dies im Katastrophenfall Vorteile gegenüber der Analogtechnik biete, da sie Störanfälliger sei. Das denke ich nicht, denn man mal abgesehen davon, dass sich 90% der Bevölkerung nicht aus ein paar Transistoren ein Radio bauen könnten, kann man mit Digitaler Technik viel empfindlichere Empfangsgeräte bauen, die auch noch ein Signal haben, wenn beim Analogen Radio nur noch Rauschen zu hören wäre. Dies sieht man z.b. am heutigen DVB-T (Digitales Antennenfernsehen), bei dem die Leistung der Sender teilweise von 50kw auf 10kw runter geschraubt wurde, da man mit diesen 10kw bei Digitaler Ausstrahlung, den gleichen Senderadius abdecken kann.
Vor allem muss man sich vor Augen halten, wie unglaublich ineffizient das bisherige Analoge Radio ist. Auf einem! Analogen Radiosender kann man bis zu 4 DAB-Sender unterbringen. Insgesamt stehen also mehr Programme mit einer besseren Qualität (ohne Rauschen) zur Verfügung. Dazu kommen noch die Mehrwertdienste, die an den Endgeräten zur Verfügung stehen, wie beispielsweise ein Elektronischer Radioführer, der einem anzeigt, auf welchem Sender gerade welches Lied oder welcher Wortbeitrag läuft. Zusätzlich wäre es denkbar sein Radio dann so zu programmieren, dass es die Lieder oder Beiträge aus dem Radio automatisch aufnehmen kann, damit das was man auch wirklich hören will später hören kann. Radio würde somit vom Tagesbegleitprogramm wieder zu einem zielgerichteten Informationsmedium werden. Wenn es nicht vom Internet vorher abgelöst wird
Ein kritikpunkt an DAB, ist ohne Frage, die Möglichkeit die Radiosender zu verschlüsseln und nur gegen Bezahlung zugänglich zu machen.
Naja man kann sich darüber streiten, ob es richtig oder falsch ist Digital Radio einzuführen. Ich bin auf jeden Fall dafür und sehe positiv in die Zukunft.
Und damit niemand sagt es gäbe keine DAB-Radios im Handel hier ein paar Links:
- Beispiele für DAB/UKW-Autoradios im Fachhandel
- weitere Beispiele für DAB-Geräte im Fachhandel
- Quelle
ntworten zu “DAB-Umstellung 2010 (Analoger Switch-Off)”

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hi andy,
also in unserer sendung war ich der meinung einfach aus Erfahrungswerten heraus. Ist das Wetter mal schlecht habe ich mit DVB-T oder -S garkein Bild mehr, wo ich vorher wenigstens noch verrauschtes Bild hatte. Ich bin auf dem Gebiet aber auch kein Profi, von daher finde ich deine Meinung auch sehr interessant. Ich werde mich damit auf jeden Fall mal weiter beschaeftigen.
Gruss Matthias
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Andy Herder 9. März 2011 um 16:41
Nun es ist vorbei. DAB ist zwar ein Zombie und wurde mit Geldspritzen von Frontier Silicon (und Gebührenzahler schon wieder)belebt, aber es sieht nicht so aus, dass was sich geändert hätte. Es ist eben noch mehr Geld weg.
Digital ist nicht gleich “gut”.
Zitat:
“..kann man mit Digitaler Technik viel empfindlichere Empfangsgeräte bauen, die auch noch ein Signal haben, wenn beim Analogen Radio nur noch Rauschen zu hören wäre. ”
Das war eine Falschaussage. Nichtwissen entschuldigt nicht.
Die Menschheit verfügt über ein exzellenten Fehlerkorrektur-Schaltung: Ohr.
In DAB und DRM hört man schon lange nichts wo man mit UKW – wenn auch in Mono – noch prima zuhören kann. Allerdings stimmt die Aussage soweit, dass man mit Digitaltechnik prima analoge Radios bauen kann, die FM(UKW) tatsächlich enorm verbessern können, nicht aber die komprimierte Digitalübertragung.Warum das so ist?
Nehmen sie auch einem BMP Datei von 100k 10 Byte weg. Schauen sie das Bild an. Nehmen sie dann aus einem JPG komprimierten Datei von 100 k 10 Byte weg. Es gibt halt enorme Unterschiede. Den Grund werden Sie sicher erraten. -
Doch ich denke noch immer das sich Digital wesentlich besser empfangbar wäre. Ich verstehe was sie mit dem komprimierten und unkomprimierten Daten meinen. Wenn dabei Bits verloren gehen kann man unter umständen die ganze Datei nicht mehr wiederherstellen. Aber Sie vergessen, dass ein HE-AAC bei gleicher qualität 10x weniger Bandbreite erfordert, das heißt ich kann die Nachricht theoretisch 10x verschicken. Es gibt heutzutage sehr effiziente Fehlerkorrekturverfahren die fast beliebig skalieren. Ist der Empfang zu schlecht wird einfach auf eine höhere Fehlerkorrektur geschaltet. Zumal man zur “Fehlerkorrektur” auch so nette Möglichkeiten wie Mehrwegempfang nutzen kann, die im UKW nur als Störung wahrgenommen werden. möglich. http://de.wikipedia.org/wiki/Geisterbild
DAB als Technik wird sich wohl nichtmehr durchsetzten aber vielleicht DAB+. Digital heißt vielleicht nicht “gut”, aber für mich heißt es “besser”
Leider ist man in Deutschland immer sehr langsam damit alte Zöpfe abzuschneiden.
Problematischer sehe ich eher die nicht technischen Aspekte wie Verschlüsselung und Formatchaos weil alle paar Jahre der Standart verändert wird.
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Matthias 12. März 2007 um 18:13